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Das Barrique ist eigentlich ein Fass mit einer bestimmten
Größe, nämlich 225 Liter. Im Unterschied zu allen anderen Weinfässern
ist das Barrique zunächst einmal aus „frischem“ Holz , es ist
nicht mit heißem Wasser ausgekocht, um den Holzgeschmack auszuwaschen.
Den soll es im Gegenteil gerade an den Wein weitergeben. Je nach
gewünschter Note wird Eichenholz ganz unterschiedlicher Herkunft
eingesetzt, außerdem werden die Fassdauben über offenen Flammen
„getoastet“. Je stärker, desto mehr Aromastoffe vom Typ „Vanille“
entstehen.
Das Barrique-System
Das vergleichsweise geringe Volumen bei großer Oberfläche führt
dazu, dass ein intensiver Sauerstoffaustausch stattfindet. Das
bekommt nicht jedem Wein. Schwere Rotweine sind weitgehend unempfindlich
gegen Luftkontakt, sie brauchen ihn sogar, um zu reifen. Oft gären
sie in diesen Fässchen und liegen bis zu zwei, gar drei Jahre
darin. Zarte Weißweine dagegen verlieren vollständig ihren Charakter.
Barriques können sinnvoll, also geschmacksgebend, nur einige wenige
Male eingesetzt werden, dann sind sie ausgelaugt. Das macht diese
Art des Weinausbaues vergleichsweise teuer. Dazu kommt noch, dass
relativ viel Wein durch die dünnen Eichenholzdauben „veratmet“.
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